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Im heutigen Medienstream der meinungsbildenden Presse finden wir ein sorgfältig komponiertes Photo hier.

Manche Bilder fallen wegen ihrer photographisch guten Komposition auf. Der flüchtige Beobachter sieht hier eine Menschengruppe, die einen Fluß unter widrigen Bedingungen überwindet. Der Kinderwagen im Mittelgrund gibt der Szene die emotionale Aufladung, und man fragt sich natürlich, ob er wohl leer ist…

In der oben abgebildeter Analyse, wurden die einzelnen Bildelemente (als solche sieht der Photograph wohl die Menschen), nach augenscheinlicher Intention oder Rolle farbig markiert.

Das Ergebniß ist interessant:

  • Es sind 16 Kameras zu erkennen (neben der des Photographen selbst, die natürlich unsichtbar bleibt). Zu jeder gehört ein Photograph.
  • 15 der abgebildeten Personen sind offensichtlich Beobachter der Szene. Vermutlich handelt es sich bei einigen von Ihnen um die in den Berichten häufig als “Helfer”, “freiwillige Helfer” oder “Aktivisten” bezeichnete Personen.
  • Bei 28 Personen ist die Absicht oder Zuordnung nicht klar, sie scheinen aber auch ehr “neutral” gegenüber dem eigentlichen Ereignis zu sein.
  • 33 Personen schein das zu tun, was das Bild laut Unterschrift darstellen soll: Einen Fluß überqueren weil Sie auf der anderen Seite eine bessere Zukunft suchen.

Es sind scheinbar mehr Personen (64%) zu sehen, die in der einen oder anderen sekundären oder tertiären Funktion abgebildet sind, als solche die das tun, was das Bild und seine Unterschrift behauptet abzubilden (36%).

Bemerkenswert ist übrigens auch der Dialog der Blicke zwischen dem anfeuernden Bystander auf dem Ast oben links in der Bildecke und dem scheinbar seinen Weg suchenden Jungen Mann im Wasser im Bildmittelgrund.

Andere Bilder in der gleichen Serie scheinen auf den ersten Blick quantitativ ähnlich komponiert zu sein.

 

 

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