Reinhard Müller schreibt über die Meinungsfreiheit – nun denn:

Ganz offensichtlich steuert die FAZ den “Meinungsstrom” der Kommentare bewusst und nicht nur um “Hetze” zu unterbinden.

13.07.2015: 2500 zugelassene Leserkommentare
13.09.2015: 150 zugelassene Leserkommentare.

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Zugelassene Forenbeiträge der FAZ seit dem 01.01.2010

 

Man darf davon ausgehen, das die faktische komplette Sperrung der Kommentarfunktion in Zeiten der Debatte über die gerade von der Kanzlerin verkündete bedingungslose Grenzöffnung, nicht ohne meinungsbildende Absicht geschah.

Das Blatt hatte in der Folge sogar Angst, die Kommentare der eigenen Autoren zu veröffentlichen.

Geändert hat man diese Haltung erst, als es mit “den Ereignissen von Köln” opportun erschien, die “Wende” zu machen (so wie viele andere Medienmacher auch).

Müllers eigenes Blatt spielt mit den Kommentaren der Leser und nutzt die Verfügungsgewalt über das Medium um eine Verzerrte Wahrnehmung der wirklichen Meinungslage bei den Lesern zu erzeugen.  gleichzeitig beteiligt man sich eifrig an der Schelte neuer Konkurrenten auf dem Meinungsmarkt, die “Filterblasen” erzeugen würden. Die Filterblase, die das eigenen Redaktionskollektiv bildet kritisch zu hinterfragen, ist offenbar zu viel verlangt von den vielleicht klugen, aber keineswegs weisen Köpfen die hinter dem Balt aus Frankfurt stecken.

Die Herausgeber der FAZ sehen es als eine Aufgabe des Journalisten, in die Gesellschaft “hinein zu wirken”:
Vielleicht ist es ja diese Anmaßung des deutschen Journalismus “wirken zu wollen” – also letztlich ungewählter Teil des Herrschaftsapparates sein zu dürfen, der der Regierung die Dienstleistung der Meinungsmanipulation liefert – anstatt im altmodischen Ethos des Berufsstandes dem Leser die Dienstleistung der Verdichtung des Informationsstroms mit größt möglicher Objektivität zu leisten – der deutschen Journalisten diesen Ruf der Unglaubwürdigkeit, Arroganz, Parteilichkeit und devoten Abhängigkeit von den Rockschößen der Mächtigen einbringt.

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